FINALE 04.03.2018 München Griffins -VS- EHC München Angerlohe

Bericht – München Griffins:
Geschlossene Mannschaftsleistung bringt Sieg, Meisterschaft und Aufstieg! Am vergangenen Sonntag trafen sich der EHC Angerlohe und die München Griffins zum Finale der MEL3. Dem Sieger der Partie winkten der Meistertitel der MEL3, sowie der direkte Aufstieg in die MEL2. Am Ende konnte sich unser Team mit einer sehr starken geschlossenen Mannschaftsleistung gegen den EHC Angerlohe durchsetzen und gewann das Finale verdient mit 7:3. Die Griffins beendeten diese Saison der Superlative ungeschlagen mit 10 Siegen und einem Unentschieden in 11 Ligaspielen. Wettbewerbsübergreifend ist das Team damit seit dem 30.10.2017 ungeschlagen! Sonntag, der 04.03.2018. Es ist 16:30Uhr, die Sonne scheint bei milden 10° Grad Außentemperatur. Im Inneren des Eisstadions Pfaffenhofen sind die Ränge bestens gefüllt, die letzten Tickets an den Kassenhäuschen sind vergriffen. Alles ist angerichtet für das Playoff-Finale der MEL3. Vor den gespannten Blicken der vielen Fans fällt der Puck zum Eröffnungsbully aufs Eis, das Finale ist im Gange – alles oder nichts. Gleich zum Start der Partie ging es ordentlich zur Sache, beiden Teams war der unbedingte Siegeswille anzumerken. Die Griffins mit dem besseren Start nahmen sofort Fahrt auf und kommen mit #98 Andreas Aichner unmittelbar zum ersten Torabschluss der Partie. Der Angerloher Goalie Merk ist auf dem Posten. In der Anfangsphase waren die Griffins das tonangebende Team. Mit intensivem Forechecking und großem Einsatz in den Zweikämpfen eroberten die Gastgeber immer wieder früh den Puck und versuchten schnell zum Torabschluss zu kommen. Neben den Stürmern #6 Dominik Lenz, #69 Felix Fleißner und #79 Ferdinand Lindmayer scheiterten ebenfalls Verteidiger #19 David Coldwell und #22 Tobias Voß mit guten Torabschlüssen. In der frühen Phase des Spiels hätten die Griffins bereits mehrmals in Führung gehen können, einzig der gewohnt starke Goalie Merk der Angerloher hielt seinen Kasten bislang sauber. Auf Seiten der Angerloher wollte man sich nun vermehrt Entlastung zu verschaffen. Der zweitplatzierte der MEL3 Hauptrunde versuchte man es hauptsächlich mit Kontern und langen Pässen. Oft schossen die Gäste bereits in der neutralen Zone und versuchten so den Zoneneintritt, nachdem die Griffins Defensive bislang die eigene blaue Linie erstklassig verteidigte. Kamen die Angerloher aber im Drittel der Griffins in Puckbesitz, war es auch oft gefährlich. Die Stürmer Schneider und Graf der Angerloher mit den besten Gelegenheiten in der Anfangsphase, doch Goalie #1 Fedor Bergmann hielt souverän seinen Kasten sauber. Dem Spielverlauf zum Trotz, war es dennoch der EHC Angerlohe, dem das erste Tor gelang. Nach einem zu kurzen Klärungsversuch aus dem eigenen Drittel hält der Angerloher Verteidiger Setzler die Scheibe im Drittel. Mangels Alternativen schießt der Verteidiger den Puck in Richtung Tor. Sein Schuss hätte zwar den Kasten von Goalie #1 Fedor Bergmann verfehlt, trifft aber etwas glücklich den vor dem Tor postierten Stürmer Thielmann. Der Stürmer sah den Puck zwar nicht durch sein getöntes Visier, jedoch trifft ihn der Puck am Schienbeinschoner und prallt von dort unhaltbar ins lange Eck – 1:0 für den EHC Angerlohe. Vom Rückstand unbeeindruckt setzten die Griffins das Spiel fort. Nächste Reihe, weiter geht’s, volle Konzentration! Bereits im unmittelbar darauf folgendem Wechsel die perfekte Antwort. Über Stürmer #79 Ferdinand Lindmayer läuft die Scheibe zu #10 Daniel Borsutzky, der den Puck vors Tor spielt. Aus kurzer Distanz und spitzem Winkel ist #48 Stefan Riembauer zur Stelle und versenkt den Puck im Tor. Der unmittelbare Ausgleich zum 1:1. Wenige Minuten nach dem Ausgleich musste der Griffins Torjäger für 2 Minuten wg. Hakens vom Eis. Die Abteilung Unterzahl der Griffins erfüllte den Job souverän, sodass die Unterzahl unbeschadet überstanden wurde. Kurz vor Ende des ersten Drittels nochmals Glück für die Griffins, nach einem weiten Pass auf den Angerloher Reichle ist dieser frei durch, jedoch fällt der Stürmer beim Eislaufen. Auch im zweiten Versuch schafft er nicht den Antritt Richtung Tor, bis schließlich Griffins Captain #22 Tobias Voß klären kann. Trotz weiterer Torchancen verbleibt der Spielstand beim 1:1 und die Teams gehen in die erste Drittelpause. Im zweiten Spielabschnitt das gewohnte Bild: Die Griffins entschlossen und leidenschaftlich. Die Hausherren erspielten sich weitere Torchancen, doch der Angerloher Goalie Merk hielt sein Team weiter im Spiel. Im zweiten Drittel wurde das Spiel etwas hitziger. Griffins Verteidiger #19 David Coldwell wurde auf die Strafbank geschickt, als sein Gegenspieler Thielmann erst in den Check läuft und dann versucht den Hit dramatisch zu verkaufen. Die Einlage zeigte Wirkung, sodass #19 David Coldwell für 2+2 Minuten vom Eis geschickt wurde. Unmittelbar nach der Aktion war der Angerloher Stürmer aber wieder genesen. In den darauffolgenden Minuten zeigten die Griffins das beste Penaltykilling der Saison. Die Stürmer #98 Andreas Aichner und #6 Dominik Lenz übten bereits im Drittel der Angerloher massiven Druck auf den Scheibenführenden aus. Immer wieder kamen die Griffins in Puckbesitz und auch zum Torabschluss. Auch die zweite Unterzahlreihe setzte die gute Arbeit fort. Durch ein Foul des Angerloher Stürmers Benkula spielten beide Teams nun 4 gegen 4. Nach dem Bully im Offensivdrittel gewinnt Center #61 Andreas Köster das Bully zurück auf Verteidiger #60 Swen Stuckart. Stürmer #79 Ferdinand Lindmayer zieht sofort vor das Tor der Angerloher, Verteidiger #60 Swen Stuckart schießt mittels Handgelenksschuss aufs Tor und überwindet Goalie Merk. 2:1 Führung für die Griffins! Kurz darauf war Angerlohe wieder komplett und folglich erneut in Überzahl. Doch abermals konnte das starke Penaltykilling der Griffins Schaden verhindern. Kurz nach überstandener Unterzahl war erneut die Sturmformation um #98 Andreas Aichner, #6 Dominik Lenz und #69 Felix Fleißner zur Stelle. Torjäger #69 Felix Fleißner spielt zu Sturmpartner #98 Andreas Aichner. Dieser setzt mit einem starken Pass #6 Dominik Lenz in Szene, der per Onetimer abzieht. Der Gewaltschuss des Griffins Centers schlägt hinter dem Angerloher Goalie Merk im Tor ein. 3:1 für die Griffins. Vor und nach dem 3:1 zeichnete sich Goalie #1 Fedor Bergmann weiter aus. Egal ob aus kurzer oder weiter Distanz, der Griffins-Goalie wehrt alle Schüsse souverän ab. Nach einem Beinstellen muss nun auch der Angerloher Stürmer Reichle für 2 Minuten Pause machen. Das erste Powerplay für die Hausherren. Diesmal war es die Penaltykiller der Angerloher, die einen höheren Rückstand verhinderten. Das Überzahlspiel zwar mit guten Chancen, aber ohne Treffer. Wiederum kurz darauf erneut ein Überzahlspiel für Angerlohe, zu viel Personal auf dem Eis bei den Griffins, abermals eine 2 minütige Strafe. Abermals erstklassiges Penaltykilling. Die Gäste aus Angerlohe konnten hier sogar von Glück reden, dass kein Treffer viel. #6 Dominik Lenz und #69 Felix Fleißner mit großartigen Torchancen, aber leider ohne weiteren Treffer. Auch die Stürmer #10 Daniel Borsutzky und #79 Ferdinand Lindmayer mit guten Chancen, doch ohne Tor. Kurz vor dem Ende des zweiten Spielabschnitts schlugen die Angerloher nochmals mittels einer Einzelaktion zu und verkürzen auf 3:2. Der Angerloher Stürmer Graf trifft mit einem Schuss aus der Drehung, verdeckt für Goalie #1 Fedor Bergmann, flach ins Tor. Das Spiel blieb weiterhin unglaublich spannend. Trotz einem deutlichen Chancenplus konnten sich die Griffins keinen klareren Vorsprung erarbeiten. Mit dem Spielstand von 3:2 schickte Referee Scheffler beide Teams in die zweite Pause. In der kurzen Pause konzentrierten sich die Griffins nochmals auf die Aufgabe die vor ihnen lag. Mit voller Konzentration und vollem Einsatz wollte man das Spiel nun entscheiden. Tatsächlich schien im letzten Drittel der Knoten zu platzen. Kurz nach Beginn des ersten Abschnitts war Stürmer #98 Andreas Aichner zur Stelle, der aus kurzer Distanz den Rebound verwandelte. Riesenjubel auf der Bank der Griffins und auf den Zuschauerrängen, das Heimteam erhöht auf 4:2. Die ausgebaute Führung schien unserem Team weiter Sicherheit zu verleihen, man behielt das Heft fest in der Hand. Nur wenige Minuten später schlugen die Hausherren erneut zu. Nach einem langen Wechsel im Offensivdrittel zimmerte Verteidiger #12 Julian Jaser einen Schuss aufs Tor und abermals war Stürmer #98 Andreas Aichner zur Stelle und verwandelte den Rebound. 5:2 hieß es nunmehr. Ein erlösender Treffer. Bezeichnend für die Leistungen der gesamten Saison: Die Griffins hörten nicht auf. Sie spielten weiter nach vorne. Jeder einzelne Spieler rief eine Topleistung ab, man kämpfte füreinander, blockte Schüsse, klärte Rebounds und lief sich im Backcheck die Lunge aus dem Leib. Und bei allen Chancen, die man nicht verhindern konnte war Goalie #1 Fedor Bergmann zur Stelle. Der Einsatz der Griffins war beispielhaft. Immer wieder ging man mit Tempo nach vorne und erspielte sich gute Torchancen. Erneut schlugen die Griffins zu. Diesmal war Center #6 Dominik Lenz nach Zuspiel von #69 Felix Fleißner zur Stelle. Der Stürmer erhöht auf das nun vorentscheidende 6:2 für die Griffins. Feiertagsstimmung bei Spielern und Anhängern der Hausherren. Auch nach dem erneuten Treffer gingen die Jungs der Griffins nicht vom Gas. Der anhaltende Druck der Gastgeber sorge schließlich für ein weiteres Überzahlspiel. Der Angerloher Topscorer Stefan Schneider musste im Zweikampf ein Foul nehmen, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Die Folge 2 Minuten für Stockschlag und Überzahl für die Griffins. Was die Überzahlformation von #98 Andreas Aichner, #6 Dominik Lenz, #69 Felix Fleißner, #19 David Coldwell und #12 Julian Jaser dann abfackelten, war großartiges Eishockey. In einem sehr langen Shift in der Zone der Angerlohe lief die Scheibe beliebig und gefällig durch die eigenen Reihen. Immer wieder brachten die Verteidiger gefährliche Torschüsse aufs Tor. Schließlich folgte das fast schon absehbare Tor. Nach einer Reihe von platzierten direkten Pässen durch die Box der Gäste wurde Goalgetter #69 Felix Fleißner am langen Pfosten freigespielt. Die Chance lässt sich der Torjäger nicht entgehen und verwandelt den sehenswerten Treffer zum 7:2. Frenetischer Jubel auf den Rängen, was für ein Tor! Nach dem 7:2 bekamen die beiden Referees nochmals etwas zu tun. Zunächst wurde #79 Ferdinand Lindmayer nach einem Disput mit dem Angerloher Kapitän Kircher vom Eis geschickt. Im anschließenden Überzahlspiel gelang den Angerlohern abermals kein Treffer gegen das Abwehrbollwerk der Griffins. In den letzten Minuten machte der Angerloher Stürmer Thielmann erneut unrühmlich auf sich aufmerksam. Nach einigen zweifelhaft geführten Zweikämpfen geriet er schließlich mit Griffins-Stürmer #98 Andreas Aichner aneinander. Die Referees wollten keine weitere Eskalation zulassen und schickten beide Spieler für 2 Minuten vom Eis. Zwei Minuten vor dem Ende gelang dem EHC Angerlohe nochmals ein Treffer. Nach Zuspiel von Kircher konnte sich Fordermaier durchsetzen und traf sehenswert per Rückhand zum 7:3. Am Ausgang des Spiels änderte der Treffer jedoch nichts. Die letzten Sekunden tickten herunter ehe Schiedsrichter Scheffler die Partie beendete. Schläger, Helme und Handschuhe flogen durch das Drittel der Griffins. Die Spieler sammelten sich um Goalie #1 Fedor Bergmann und feierten den hochverdienten Sieg. Endlich war es vollbracht. Nach einer enttäuschenden letzten Saison feiern die Griffins ein Jahr später die Meisterschaft der MEL3 und den damit verbundenen Aufstieg. Die Art und Weise wie das Finale gewonnen wurde war bezeichnend für das Team und die Saison. Mit höchstem Aufwand und leidenschaftlichem Einsatz bezwang man den zweitplatzierten der Hauptrunde. Jeder Spieler auf und neben dem Eis gab sein Bestes für den gemeinsamen Erfolg. Ebenfalls bezeichnend die Geschichte des „Pechvogels“ an diesem Sonntag. Griffins Stürmer #87 Lorenz Bastian, wenige Tage zuvor extra aus Kroatien nach München geflogen um im Finale dabei sein zu können, erkrankte kurzfristig und konnte deshalb nicht spielen. Trotz Magen-Darm-Grippe kam er (sichtlich geschwächt und mit Mundschutz bekleidet), um das Team anzufeuern. Goalie #33 Peter Anders ließ VIP-Karten des Deutschen Eishockey Meisters verfallen, Verteidiger #12 Julian Jaser lies ebenfalls Karten verfallen, oder Verteidiger #26 Stefan Warnecke der einen Flug aus Bremen buchte, um dabei sein zu können. Auch die verletzten Spieler #5 Thomas Stangl, #21 Maximilian Matten, #30 Oliver Griesenbrock, #56 Andreas Schwinghammer und #91 Gerhard Wulff und Daryl Coldwell waren da. Selbst die sich in Thailand und auf Jamaika befindlichen #2 Rainer Banitz, #8 Maximilian Gerg und #44 Ludwig Eichinger, oder wer sonst nicht vor Ort sein konnte verfolgte die Partie via Liveticker vom Handy aus. Der Teamgeist der Truppe ist absolut beispielhaft und definitiv die größte Stärke des Teams. Auf diesem Weg möchten wir uns ebenfalls bei den anderen Teams der MEL für die tollen Spiele und den sportlichen Wettkampf bedanken. Ebenfalls besten Dank an die Ligenleitung für die gute Organisation. Dem Angerloher Stürmer Stefan Schneider, der sich kurz vor Ende der Partie an der Hand verletzte, wünschen wir gute Besserung.

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